Schwimmen im Rhein und anderswo - Handlungsempfehlungen für Gliederungen

- Stadtfeste - Idealer Platz für Öffentlichkeitsarbeit
Unsere Möglichkeiten zur landesweiten Ausbildung von Schwimmern und Rettungsschwimmern sind beschränkt. Gleiches gilt für die Sicherung von Gewässern durch Rettungsschwimmer. Also muss die Devise heißen: Aufklären, Aufklären, Aufklären! Die Bevölkerung sensibilisieren für die im Wasser lauernden Gefahren, damit wunderschöne Sommertage nicht in einer Katastrophe enden, von der sich auch die Hinterbliebenen nie mehr vollständig erholen. Dabei wollen wir den Aufenthalt am Wasser nicht verteufeln. Gesundheits- und Freizeitwert sind unbestritten hoch, und der umsichtige Schwimmer wird auch immer seine gefahrlose Erfrischung im Wasser finden.
Die Kameraden und Kameradinnen des Bezirks Bonn machen es vor: Sie gehen ans Rheinufer und verteilen Handzettel an den beliebten Badestellen; diese enthalten Tipps, wie man sich verhalten soll. Zum Teil werden sie auch begleitet von Beamten der Wasserschutzpolizei. Dies ist wirkungsvolle Kommunikation direkt mit der Zielgruppe. Auch wenn manche den Zettel sofort lächelnd beiseitelegen – sie sind auf jeden Fall sensibilisiert für die Gefahren, die im Rhein lauern. Hier finden Sie den Handzettel als Download.
Wie erreichen wir aber die Menschen, die zum Zeitpunkt der Bonner Aktion sich dort nicht gerade aufhalten? Effektiv ist die Zusammenarbeit mit den Medien. Über TV, HF und Zeitungen wird ein Millionenpublikum erreicht. Einige Medien bringen dankenswerterweise bereits bei Beginn der Badesaison interessante Artikel, in denen gemahnt und gewarnt wird. Leider ist das nicht die Regel.
Vielmehr muss zuerst etwas Schreckliches geschehen, damit die Aufmerksamkeit des Publikums gesichert ist, und dann erst werden (evtl.) die Warnungen nachgeschoben. „Bad news is good news“, wie es bei den Medien lakonisch heißt.
Die DLRG kann dabei helfen, das Interesse der Medien an dem Thema wach zu halten. Dies geschieht am besten, wenn Informationen nicht nur von der Bundes-DLRG an die überregionalen Medien gehen, sondern wenn jede Gliederung über ihre örtlichen Besonderheiten und Gefahrenstellen an Flüssen und Seen spricht. Wichtig ist vor allem eine kontinierliche Zusammenarbeit mit den Lokalsendern und Lokalredaktionen. Rettungsvorführungen sind z. B. echte Hingucker und werden gerne von Journalisten besucht. Unschlagbar ist das Interesse, wenn RUND-Teams eingesetzt werden. An diese Vorführungen lassen sich unsere Hinweise und Baderegeln immer anknüpfen. Das verspricht Erfolg.
Also nicht nachlassen im Kampf gegen den Nassen Tod, der oftmals nur als Unwissenheit daherkommt. Eine Aufgabe, die die Kameradinnen und Kameraden der Öffentlichkeitsarbeit leisten müssen und können!
Wolfgang Worm

